
Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte - das bedeutet Chancen, das bedeutet Vielfalt. Unser Ziel muss sein, die Potenziale dieser Menschen zu nutzen sowie ihre soziale, kulturelle und wirtschaftliche Integration zu fördern. Die Vielfalt innerhalb der Bevölkerung wird weiter zunehmen. Deshalb hat das nordrhein-westfälische Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Deutschland zusammen mit der Europäischen Kommission das Projekt "Active Ageing of Migrant Elders across Europe" (AAMEE) initiiert.
Der Fokus von AAMEE liegt auf dem ehrenamtlichen Engagement sowie der Entwicklung von neuen kultursensiblen Produkten und Dienstleistungen, zum Beispiel in den Bereichen Wohnen, Pflege, Bildung, Freizeit, Kultur und Marketing. AAMEE ist ein Mix von wissenschaftlichen und praktischen Aktivitäten.
Die Bewältigung des demografischen Wandels stellt eine große Herausforderung für die Europäische Union dar und ist ein zentraler Faktor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Innerhalb der nächsten beiden Jahrzehnte wird der Anteil der jüngeren Menschen an der Gesamtbevölkerung signifikant kleiner, der Anteil älterer Menschen zwischen 65 und 79 Jahren hingegen steigt.
In einigen Ländern sind ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bereits als wichtige neue Zielgruppe identifiziert worden. In vielen europäischen Staaten kann davon jedoch noch keine Rede sein. Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte verfügen über viele Kompetenzen, beispielsweise in den Bereichen Kultur und Wirtschaft.
Das Projekt AAMEE zielt darauf ab:
Instrumente
Im Rahmen von AAMEE werden zwei Good-Practice-Wettbewerbe durchgeführt. Der erste richtet sich an Organisationen und Vereine aus dem gemeinnützigen Sektor (Voluntary Sector), der zweite an Nicht-Regierungsorganisationen und Kommunalbehörden (NGOs und Local Authorities). Die Preisverleihung erfolgt bei der Ersten Europäischen Konferenz "Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa – von Herausforderungen zu Möglichkeiten", die vom 30. September bis 02. Oktober 2008 im World Conference Center Bonn (WCCB: http://www.worldccbonn.com), dem ehemaligen Gebäude des Deutschen Bundestages, stattfinden wird. Die sechs Gewinner aus dem gemeinnützigen Bereich des Wettbewerbs fungieren als Gastgeber im Rahmen eines internationalen Austauschprogramms.
Ein weiteres Ziel des Projektes ist der Aufbau eines Europäischen Netzwerkes zum Thema Altern in der Migration. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Verabschiedung und Implementierung einer Forschungsagenda. Die Erarbeitung und Verabschiedung eines Memorandums "Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa – von Herausforderungen zu Chancen" bildet den Abschluss des Projektes.
Das Projekt "Active Ageing of Migrant Elders across Europe" wird gefördert vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Deutschland und der Europäischen Union im Rahmen der Richtlinie VP/2007/009 ENEA.