
Die ethnische und kulturelle Vielfalt in vielen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist in den letzten Jahrzehnten gewachsen. Die Ursachen dieser Vielfalt sind in den einzelnen Mitgliedstaaten verschieden. Sie sind begründet durch die unterschiedlichen Formen früherer und gegenwärtiger Zuwanderung und hängen mit der Freizügigkeit, der Arbeitsmigration, Familienzusammenführung, der kolonialen Vergangenheit, Flucht und Asyl, teilweiser illegaler Einwanderung, Aufnahmeregeln für Kontingentflüchtlinge, Spätaussiedlern und neuen Formen der Wohlstandsmobilität im Alter zusammen. Mit dem Alterungsprozess vieler europäischer Gesellschaften verbunden ist die Tatsache, dass die älteren Generationen in Europa zunehmend ethnisch und kulturell vielfältiger werden.
Entsprechend breit gefächert waren die Programmpunkte der zweitägigen Konferenz „Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa – von Herausforderungen zu Chancen" im World Conference Center (WCC) in Bonn. Die Eröffnungsreden von Thomas Mann aus dem Europäischen Parlament, von Jérôme Vignon von der Europäischen Kommission, von Gerhard Stahl vom Ausschuss der Regionen und von Minister Laschet von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen haben die Bedeutung der auch im Alter wachsenden Bevölkerungsgruppe der älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa deutlich gemacht. In neun Diskussionsforen wurden aus unterschiedlichen Perspektiven die konkreten Lebenssituationen älterer Migranten in Europa beleuchtet und anhand bereits bestehender Projekte, Studien und Untersuchungen die Möglichkeiten und Chancen für eine verbesserte Integration und Teilhabe aufgezeigt.
Programm
Das gesamte Konferenzprogramm können Sie hier als PDF für den Adobe Reader downloaden.